MedAT-H/Z: Lohnen sich Vorbereitungskurse?

| Für Praxisstarter

Wer den Berufswunsch „Zahnarzt“ hat, steht vorerst vor einer großen Hürde: Das Auswahlverfahren „MedAT-H/Z“ endet nicht für jeden mit einem Studienplatz. Nicht zuletzt deshalb bieten zahlreiche Unternehmen Vorbereitungskurse auf den MedAT an. Philipp Dörler vom Institut für Studentenkurse klärt auf, wie das abläuft.

Wer den Traumberuf „Zahnarzt“ hat, wird vermutlich von der ersten Minute an alles dafür geben, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Um die Hürde des Auswahlverfahrens „MedAT-H/Z“ zu meistern, gilt es sich gut vorzubereiten. Dies kann im Selbststudium ebenso erfolgen wie in Zusammenarbeit mit Lerninstituten wie zum Beispiel dem „Institut für Studentenkurse“ mit elf Standorten in Österreich. Die Vorbereitungskurse kosten zwar Geld, sparen dafür aber einiges an Recherchearbeit. Testsimulationen werden ebenso angeboten wie Unterstützung durch erfahrene Trainer. Wie das abläuft, was man beachten sollte und wie sich Menschen mit Prüfungsangst verhalten sollten, verrät Philipp Dörler von „Institut für Studentenkurse – Institut Dr. Rampitsch“.

Interview mit Mag. Philipp Dörler, BSc über Vorbereitungskurse für MedAT-H/Z

Wie lange bieten Sie schon Vorbereitungskurse für das Human- und Zahnmedizinstudium an?

Vorbereitungskurse für das Auswahlverfahren „MedAT-H/Z" bieten wir bereit seit Einführung dieses Tests (2013). Darüber hinaus haben wir von 2006 bis 2012 Vorbereitungskurse zum Vorgänger (EMS) angeboten.

Wie sind die Rückmeldungen der Teilnehmer? Wie sind die „Erfolgsquoten“?

Wir bekommen im Allgemeinen sehr positive Rückmeldungen. Die „Erfolgsquoten“ sind nicht jedes Jahr gleich, haben sich aber über die Jahre hinweg auf 65%-78% eingependelt. Für die Unterschiede sind mehrere Faktoren ausschlaggebend. Die drei Hauptfaktoren würden wir wie folgt auflisten:

Das Kursmodell: Wir bieten von 3-Tageskursen bis 8-monatigen Kursen ganz unterschiedlich intensive und umfangreiche Lehrgänge an, was sich dann natürlich auch auf die Erfolgswahrscheinlichkeit auswirkt.

Die Teilnehmenden: Die Teilnehmenden kommen mit unterschiedlichen Vorwissensständen und zeitlichen Ressourcen zu uns, was auch die Erfolgsquote beeinflusst. Allgemein sehen wir, dass Teilnehmende, die zum zweiten oder dritten Mal antreten, in der Zwischenzeit ein naturwissenschaftliches Studium betreiben und auch für die Testvorbereitung viel Zeit mitbringen können, mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit das Auswahlverfahren positiv absolvieren, als dies Maturanten tun, die fast zeitgleich zum Auswahlverfahren ihre Matura absolvieren.

Änderungen im Test: Es kommt immer wieder zu Änderungen im Test (z.B. durch die Einführung neuer Untertests) und zu unerwarteten Anhebungen oder Senkungen der Schwierigkeitsgrade bei einzelnen Untertests. Auch dies wirkt sich auf die Erfolgsquote aus. Wenn wir z.B. den Schwierigkeitsgrad eines neu eingeführten Untertests (zu dem es noch keine Erfahrungswerte gibt) mit unseren Trainingsbeispielen genau getroffen haben, sind die Erfolgsquoten tendenziell höher, als wenn uns das nicht so gut gelungen ist.

Wie lange dauern die Vorbereitungskurse und wie läuft das in der Praxis ab?

Wie bereits bei der letzten Frage erwähnt, bieten wir ganz unterschiedliche Kursmodelle an, je nach Bedarf der Kandidaten. Wir empfehlen deshalb immer ein persönliches Beratungsgespräch oder den Besuch unseres Infoabends, damit wir gemeinsam mit den Interessenten das richtige Kurspaket finden. Diese Beratung erfolgt natürlich kostenlos. Neben dem, was gewünscht wäre, spielt dann aber natürlich auch der zeitliche und finanzielle Rahmen eine Rolle. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, kann stets am Anfang unserer Saison eine kostenlose Testsimulation absolvieren bzw. später auch noch eine Simulation für aktuell € 39,- durchführen, um ein Gefühl für den Test zu bekommen.

Grundsätzlich integrieren wir jedoch in all unseren Kursen sämtliche Wiederholungs- und Trainingsunterlagen in aktuellster Version, so dass auch im günstigsten Kursangebot durch entsprechendes Selbststudium alles möglich ist.

Woher kommen Ihre Trainer und welche Expertise bringen Sie mit?

Unser Trainer-Team ist recht vielschichtig. Wir haben sowohl Experten bei uns, die uns schon viele Jahre begleiten und ein einschlägiges Doktoratsstudium absolviert haben (vor allem im Fachbereich Biologie) als auch Studienanfänger, die ausgezeichnete Ergebnisse beim Auswahlverfahren erzielen konnten. Bei den manuellen Fertigkeiten im Rahmen des Zahnmedizin-Auswahlverfahrens haben wir bereits seit einigen Jahren einen ausgebildeten Zahntechniker und Zahnarzt im Einsatz. Grundsätzlich müssen alle Trainer eine entsprechende Fachkompetenz nachweisen können und ein Einschulungsverfahren durchlaufen, um bei uns eingesetzt werden zu können. Regelmäßiges Coaching durch erfahrenes Institutspersonal sowie regelmäßige anonyme Feedbacks durch die Teilnehmenden geben den Trainern auch die Möglichkeit, mit ihren Erfahrungen zu wachsen.


Haben Sie ein paar Praxistipps für Menschen mit Prüfungsangst?

Menschen mit Prüfungsangst sollten sich aktiv mit dieser Angst auseinandersetzen. Hilfreich sind natürlich entsprechende Prüfungsangst-Trainings, wie wir sie zum Beispiel bei uns immer wieder kostenlos anbieten. Ziel dabei ist es, einen anderen Blick auf die Angst zu bekommen und sie als Ressource zu nutzen. Testsimulationen sind eine sehr gute Möglichkeit, sich mit seiner Prüfungsangst zu konfrontieren und auch ein Besuch des Teststandorts vorab kann hilfreich sein. Generell gilt, dass ohne Konfrontation mit dem angstauslösenden Reiz auch die Prüfungsangst nicht überwunden werden kann.

softdent ist Experte in der Digitalisierung der Zahnarztpraxis. Wo bringt die Digitalisierung in Ihrem Tätigkeitsfeld bzw. während des Studiums (Stichwort: E-Learning & Co) Vorteile?

Wir bieten inzwischen auch reine Online-Kurse an, die das Präsenzangebot ersetzen oder (in den meisten Fällen) ergänzen. Durch Übungsaufgaben, die online zur Verfügung gestellt werden, kann auch zu Hause geübt werden und durch die App-Anbindung unserer Plattform kann man sich z.B. auch an der Bushaltestelle interaktiv mit dem Test auseinandersetzen. Die Digitalisierung ist in unseren Augen eine sehr wertvolle Ergänzung für alle Teilnehmenden, aber kein Ersatz für den Präsenzunterricht. Zusätzlich ist zu beachten, dass der MedAT selbst kein Computertest ist, worauf man sich entsprechend vorbereiten sollte. So ist es zum Beispiel in Hinblick auf die manuellen Fertigkeiten im Zahnmedizin-Auswahlverfahren wenig sinnvoll, diese in einem reinen Onlinekurs zu erlernen – hier sollten Präsenzkurse bevorzugt werden.

 

* Ausschließlich zum Zweck der leichteren Lesbarkeit wird auf diesem Blog das generische Maskulinum verwendet. Hiermit sprechen wir ausdrücklich alle Geschlechteridentitäten ohne wertenden Unterschied an.

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Mag Philipp Dörler, BSc
Bild: shutterstock/Stokkete

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