Luxusuhren – Statussymbol, Schmuckstück oder Wertanlage?

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Luxusuhren werden auch unter Zahnärzten als Investitionsobjekt immer beliebter 

Das Bewusstsein für Luxusartikel hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt. Sowohl teure Uhren als auch Handtaschen – im Beitrag Designer Bags als Investmentpieces? haben wir bereits darüber berichtet – haben einen Wertzuwachs erfahren und erfreuen sich als Alternativen zu konventionellen Geldanlagen mittlerweile steigenden Interesses.

Sie arbeiten als Zahnarzt jeden Tag hart, um Ihre Patienten zufrieden zu stellen und etwas zu erreichen. Ihre Erfolge möchten Sie vielleicht auch genießen und diese dezent, aber bewusst zeigen – beispielsweise mit einer edlen Luxusuhr.

Uhren haben es geschafft, vom praktischen Alltagsbegleiter zum Schmuckstück zu werden, das nicht nur Geschmack, Stil und mitunter auch Status symbolisiert, sondern sich zudem zum Investitionsobjekt entwickelt hat.

Allerdings ist es ohne Fachwissen gar nicht so einfach, die Modelle mit dem größten Wertsteigerungspotenzial zu finden. Welche Punkte sollte man beim Kauf einer Uhr als Wertanlage also unbedingt beachten?

Was sollte man über eine Luxusuhr als Wertanlage wissen?

Wer in eine Luxusuhr als Wertanlage investieren will, sollte sich zunächst darüber im Klaren sein, dass eine Uhr wie ein Kunstwerk zu betrachten ist. Der Wert einer Uhr hat selten etwas mit ihren technischen Qualitäten zu tun, hier geht es vielmehr um Gefallen, die Marktwertbeurteilung und die temporäre Nachfrage. 

Tatsächlich trägt man bei den Top-Modellen der Luxusmarken mitunter aktiv dazu bei, die Nachfrage zu steigern. Denn bei Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet weiß man nur zu gut, dass sich die hohe Nachfrage nach bestimmten Stücken positiv auf die Marke auswirkt.

Und so sorgt man mittels langer Wartezeiten und Wartelisten künstlich dafür, dass ein Mangel vorherrscht. Für manche Modelle wurden die Wartelisten sogar geschlossen und die Produktion der beiden gefragten Modelle Patek Philippe Nautilus und Audemars Piguet Royal Oak wurde vorerst eingestellt.

Wertsteigerung kann Jahre dauern

Bei den heute begehrten Modellen handelt es sich zu einem großen Teil um alte Vintage-Uhren, die hauptsächlich auf Auktionen gehandelt werden. Diese Stücke sind häufig limitiert und waren bereits zum Zeitpunkt ihrer Herstellung nur einer begrenzten Anzahl an Kunden zugänglich. So kostete das Edelstahlmodell der Rolex Daytona in den 70er Jahren knappe 600 Euro – heute ist es über 25.000 Euro wert. Hier hat sich eine Investition gelohnt.

Allerdings sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass es Jahre oder Jahrzehnte dauern kann, bis eine Uhr im Wert steigt. Und auch dann ist der Wiederverkaufswert bestenfalls mit einer guten Aktienanlage und ihrer Rendite vergleichbar.

Daher machen Uhren als Geldanlage nur für langfristig denkende Anleger Sinn. Eine Garantie für die Wertsteigerung einer bestimmten Uhr und einen finanziellen Erfolg gibt es dabei nicht.

Diese 4 Luxusuhren haben 2021 eine Wertsteigerung erfahren

  • Omega Speedmaster Moonwatch Chronograph (Wertzuwachs von 56 Prozent)
  • Rolex Daytona (Wertsteigerung zwischen 40 und 67 Prozent)
  • Rolex Lady-Datejust (Preisanstieg zwischen 49 und 77 Prozent)
  • Patek Philippe Nautilus (Wertzuwachs von 85 Prozent)

Wertstabilität ist gegeben

Zwar müssen teure Uhren nicht unbedingt eine Wertsteigerung über ihren Verkaufspreis erfahren, sie punkten aber mit einer guten Wertstabilität – je nach Marke und Modell halten sie zwischen 30 und 70 Prozent. Sollten Sie ein Investment tätigen und eine Uhr als mögliche Geldanlage erwerben wollen, sollten Sie mit einer realistischen Erwartungshaltung herangehen und folgende Kriterien beachten:

  • Die Marke/Manufaktur: Einer der bedeutendsten Faktoren, ob sich eine Uhr als Wertanlage lohnt, ist die Reputation und Exklusivität des Herstellers. Manufakturen mit großer Expertise garantieren eine höhere Wahrscheinlichkeit von Investitionsgewinnen.
  • Auflage und Limitation: Hier gilt – je geringer die Auflage umso begehrter das Modell. Limitierte Auflagen weisen häufig Besonderheiten auf und die begrenzte Stückzahl lässt zumeist die Nachfrage steigen.
  • Das Uhrwerk: Auch die Machart und Materialien des Uhrwerkes bestimmen die Besonderheit eines Modelles. Bevorzugt werden auf dem Markt Uhren mit rein mechanischen Uhrwerken.
  • Das Material: Edelmetall, Platin, Gold, Titan oder doch Karbon? Grundsätzlich (wenn auch nicht ausschließlich) hat das Material Auswirkungen auf die potentielle Wertsteigerung einer Uhr. Je edler das verwendete Material, umso wertvoller das Modell. Doch lässt das Material nicht allein eine Uhr zum begehrten Sammlerobjekt werden.
  • Besonderheiten: Ob ein ewiger Kalender, die Weltzeit oder Details wie Gravuren oder Goldschmiedearbeiten – kleine Besonderheiten, die eine Uhr von anderen Modellen abheben, erhöhen ihr Potential als Wertanlage.
  • Der allgemeine Zustand: Je besser der Zustand einer Uhr, umso höher der Wiederverkaufswert. Egal, ob Sie Ihre Luxusuhr tragen oder nicht – von Zeit zu Zeit sollten Sie dieser einem Service bei einem Fachmann gönnen. Sollten Sie eine Vintage-Uhr erwerben wollen, sollten Sie den Zustand des Stückes vor dem Kauf unbedingt Experten beurteilen lassen.
  • Zubehör und Papiere: Achten Sie darauf, Herstellerzertifikat, Originalverpackung und Zubehör sowie die vom offiziellen Konzessionär gestempelte Garantieerklärung aufzubewahren. Sollten die Unterlagen nicht vollständig sein, kann das zu einem Wertverfall von bis zu 50 Prozent führen.

Fazit: Uhren als Wertanlage

Investitionen in Luxusuhren sind vor allem etwas für Kenner. Daher sollten Sie sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, zur Geschichte und Tradition der Marken recherchieren, Preise vergleichen und den Markt beobachten. Zudem bedarf es auch ein wenig Glücks.

Denn der Uhrenmarkt ist volatil – vor allen Dingen, weil hier Liebhaberei häufig stärker zu tragen kommt als rationale Aspekte. Uhren als Wertanlage sind damit einem Kunstkauf recht ähnlich – Sie investieren in Ihren Stil, nicht in ein Wertpapier. Kaufen Sie daher eine Uhr, die Ihnen gefällt – am besten in einer klassischen Form, die auch in 20 Jahren noch modern ist.

 

* Ausschließlich zum Zweck der leichteren Lesbarkeit wird auf diesem Blog das generische Maskulinum verwendet. Hiermit sprechen wir ausdrücklich alle Geschlechteridentitäten ohne wertenden Unterschied an.

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